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Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle

Im März gings ab! In einem Monat passierten so viele Dinge, dass man sie auch hätte locker in eine halbes Jahr packen können.

Anfang März drehte ich an zwei Tagen für die Spielfilmproduktion „Ava“ eine Trauerszene. Ich spielte eine enge Freundin (Susanne, wie ich sie selber nannte) der Verstorbenen und meine Aufgabe bestand darin, zusammen mit den anderen Schauspielern (u.a. Christoph Schüchner und Antje Hartmann) die Trauerfeier nach der vollzogenen Beerdigung zu improvisieren. Ca. 2 Stunden am Stück sprachen wir über die Verstorbenene, aßen Kekse, weinten, lachten, lernten etwas über die russische Kultur und tranken ‚Wodka‘. Im Laufe der Improvisation entwickelten wir unsere Rollenbiografien. Sabine Neumann, Die Regisseurin des Films, ließ uns „einfach machen“ und warf zwischendurch spontane Regieanweisungen in den Raum oder flüsterte sie uns ins Ohr.  Für mich war diese Arbeitsweise sehr neu und machte mir Lust auf mehr „Dreharbeit“! Eine Ideale Grundvoraussetzung, um in einer Fernsehserie mitzuspielen.

 

Der Look  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 20160302 161726 e1460902541624

So sah Susanne aus

Trauerfeier  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 20160302 175122 e1460901676813

Sabine Neumann gibt Regieanweisungen

Am Grab  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 20160316 130528 e1460902332386

Im Hintergrund das Drehteam

Zwischen den beiden Drehtagen begannen auch die Proben für die Fernsehserie „Gutes Wedding Schlechtes Wedding“. Ich bekam neue Kostüme für meine schon oft am Theater gespielten Rollen und allmählich entwickelten sich Ratte, Theresa und die neue Rolle Renate zu echten Menschen. Wir probten bis zum Drehbeginn fast täglich von morgens bis zum späten Nachmittag. Abends gings dann ans Theater zum spielen. Mein“Ava“-Dreh war gerade vorbei, da wurde dem GWSW-Fernsehensemble zum ersten mal das gesamte Team und das extra für uns umgebaute Studio in der Fernsehwerft vorgestellt. Da realisierte ich zum ersten Mal, dass wir wirklich nach 4 Jahren Vorbereitungsphase endlich beginnen werden zu drehen. Das letzte mal war ich wahrscheinlich so überwältigt, als ich am Prime Time Theater mein Festengagement bekam. Passend zum inneren Leuchten, erhielt ich am selben Tag von unserer Maskenbildnerin Nina Düffort (Magic Nina) einen platinblond-leuchtenden Kopf.

Ein Einblick ins Studio  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 20160403 155453 e1460904595346

Ein Einblick ins Studio: Stephan Grossmann mit Kostümfrau Laura Büchel (zwei ganz Große)

Die Fernsehwerft  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 20160402 135445 e1460903842493

Der Ausblick aus dem Maskenraum auf die Spree

Vor der Make, in der Maske, nach der Maske  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle CYMERA 20160330 191742

Die neue Ratte: Vor der Maske, in der Maske, nach der Makse

Einen Tag später begann der zweiwöchige Dreh, dessen Wirkung auf mich  ich am Besten mit dem Wort „Rausch“ beschreiben kann. Eine so konzentrierte Arbeit und so viel Engagement von jedem einzelnen hatte ich zwar erhofft, aber kaum für möglich gehalten. In zwei viel zu kurzen Wochen, mussten 4 Folgen „GWSW“ gedreht werden. Die Drehtage begannen immer um 6 Uhr (mit Maske, Kostüm und Vorbereitung), aber mussten auch spätestens um 18:30 Uhr vorbei sein, damit Daniel Zimmermann und ich pünktlich auf die Prime Time Theaterbühne kamen. Ich hatte das Glück, einige Drehfreie Tage zu haben oder später ans Set zu kommen aber viele am Set arbeiteten die zwei Wochen fast durch. Sie verdienen meinen größten Respekt. Allen voran Daniel, der sich bei den Vorstellungen abends nichts von einer möglichen Erschöpfung anmerken ließ und auch nach dem Dreh direkt eine anstrengende Probenwoche vor sich hatte. Im vorangeganegen Beitrag habe ich das Ensemble bereits vorgestellt. Jeder einzelne von ihnen (und auch jeder Mitarbeiter im Hintergrund) ist eine Wucht und ich bin so unfassbar glücklich, dass ich mit ihnen zusammen arbeiten und so viel von ihnen lernen durfte!

Ein Teil des Ensembles, Foto: Marcel Mann  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle 12512433 1076018315789301 8826686933289916228 n

v.li. n. re: Stephan Grossmann, Constanze Behrends, Marcel Mann, Marcel Glauche, Daniel Zimmermann, Julia Franzke, ich es fehlen: Sabine Kaack, Carl-Heinz Choynski, Chris Tall, Katharina Bertus, Moritz Laube (Regie) u.a.

Nach dem Dreh ist vor dem Theater. So gings direkt nach dem letzten Drehtag weiter mit einer neuen Probenwoche für die Folge 103 „Gutes Wedding Schelchtes Wedding – Zwei für alle Fälle“ am Prime Time Theater.  Besonders an dieser Folge ist, dass ich sie geschrieben und mit dem Ensemble und Philipp Hardy Lau (Regieassistenz) inszeniert  habe. Wie geil ist das bitte, wenn man sich über mehrere Wochen eine Geschichte ausdenkt und diese dann Wirklichkeit wird?! Ich bin sehr froh, dass mir scheinbar gelungen ist, die witzigen Rollenvorlagen meiner Kollegen in eine funktionierende Kriminalgeschichte einzubauen.  die Folge läuft noch bis zum 14. Mai 2016 am Prime Time Theater  und es macht saumäßig Spaß Alexander Ther, Daniel Zimmermann, Julia Franzke, Alexandra Marinescu und Philipp Lang bei der Umsetzung und Verfeinerung meiner Idee zu beobachten.

 

 

Flyer Prime Time Theater  Fern- und Nahsehen bzw. eine Geschichte übers Trauern, Nagetiere und Kriminalfälle CYMERA 20160320 202107

 

Schaut vorbei!

Und ich mach jetzt erstmal Urlaub!

 

 

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