Foto: © Annina Kryger für "Das bin ich - Dogmafotoprojekt"

Gründung des „Das bin ich – Dogmafotoprojektes“

Als ich anfing mir zu viele Gedanken über mein Äußeres zu machen, stellte ich zum Glück dieses Verhalten bald  in Frage. Mir wurde klar, dass nicht ich „der Fehler“ bin, sondern das, was ich in die Hochglanzbilder, die uns alltäglich vorgestzt werden, hinein interpretiere. „So musst du auch aussehen, wenn du erfolgreich sein willst“,“du MUSST erfolgreich sein““, „Du bist Ende 20 … lass was machen, sonst kannst du nicht mithalten“, „Guck mal, die is Ende 30 und sieht jünger aus als du…“.

Dann sah ich 12-jährige Mädchen, die sich kleideten wie 30-jährige Geschäftsfrauen und darüber unterhielten, welches Workout sie für welche Problemzone machten. Ich sah junge Männer, die mehr auf ihr Aussehen als auf ihre Freundinnen achteten und dann dachte ich mir: „So ein Bullshit“ und gründete das „Dogma-Fotoprojekt“ zusammen mit der Fotografin Annina Kryger.

Die Intention des Dogma-Fotoprojektes ist, die Porträtierten so natürlich und unverfälscht wie möglich abzubilden.
Das heißt, unter den Voraussetzungen der von den Initiatoren ausgearbeiteten 10 Richtlinien sollen Porträts entstehen, die frei von digitaler Nachbearbeitung sind.
Das Dogma-Fotoprojekt soll der inzwischen gängigen Fotografie (in der Bilder von Porträtierten durch digitale Nachbearbeitung oft so stark verändert werden, so dass das Abbild dem Original kaum noch gerecht wird) ein Paradigma entgegenstellen.
Es wird der Versuch gestartet, die Abgebildeten so dazustellen, wie sie auch im realen Leben auf Andere und ihre Umwelt wirken.
Natürlich entspricht eine fotografische Kopie nie hundert Prozent dem Original. Jedoch durch die Vorgabe der 10 Richtlinien, soll erprobt werden, so nah wie möglich am Original zu bleiben.
Das Herausfiltern individueller Eigenschaften jedes Einzelnen soll im Vordergrund stehen. So kann sowohl die Sicht der Porträtierten auf sich selbst als auch anderer Betrachter dafür geöffnet werden, dass individuelle Attraktivität unabhängig von aktuellen Schönheitsidealen ist. Vorurteile und Berührungsängste können abgebaut werden.

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